In drei Schritten zur optimalen Universitätsliste - Atlas Academy
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In drei Schritten zur optimalen Universitätsliste

Bewerbung

Atlas Academy

Veröffentlicht am 30. Mai 2025

Eine durchdachte Hochschulliste zu erstellen erfordert sorgfältige Recherche und strategisches Denken. Die Mühe lohnt sich jedoch: Die richtige Balance aus Sicherheits-, Wunsch- und Traumhochschulen kann die Zulassungschancen erheblich verbessern. Dieser Artikel erklärt die drei Kategorien, gibt konkrete Beispiele für Hochschulen in jeder Gruppe und empfiehlt, bei wie vielen Universitäten ihr euch bewerben solltet.
Was sind die Unterschiede zwischen Sicherheits-, Wunsch- und Traumhochschulen?
Als „Sicherheitshochschulen" (Safety Schools) bezeichnen wir Universitäten, die zwar immer noch anspruchsvoll sind, aber Studierende mit niedrigeren Noten und Testergebnissen aufnehmen als eure eigenen. Sie sollten eine Zulassungswahrscheinlichkeit von über 75 % bieten. „Wunschhochschulen" (Match Schools) liegen laut gängiger Definition bei einer Zulassungswahrscheinlichkeit von 50–75 %. Schließlich gibt es die „Traumhochschulen" (Reach Schools), bei denen die Chancen unter 50 % – manchmal sogar unter 25 % – liegen. Universitäten wie die Ivy-League-Hochschulen oder Stanford, die weltweit die niedrigsten Zulassungsquoten haben, gelten für alle Bewerberinnen und Bewerber als Reach Schools. Da selbst die besten Studierende dort häufig abgelehnt werden, bezeichnen wir diese Spitzenuniversitäten als die risikoreichste, aber auch lohnendste Wahl.Da wir uns sowohl auf die USA als auch auf Westeuropa konzentrieren, vertreten wir folgende These: Wenn es nicht an einer Spitzenuniversität in den USA klappt, bietet Westeuropa – insbesondere für internationale Studierende – häufig die bessere Alternative. Die besten amerikanischen Universitäten stechen in puncto Bildungsqualität und Stipendienfreigebigkeit klar hervor. Wechselt man jedoch zu zweitrangigen US-Institutionen, werden finanzielle Unterstützungen schnell sehr begrenzt, während der akademische Anspruch sich dem Niveau der besten westeuropäischen Hochschulen angleicht oder dahinter zurückbleibt. Das Preis-Leistungs-Verhältnis kippt dann oft zugunsten Westeuropas.Für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler empfehlen wir bei Atlas daher Folgendes:
  • 5–8 Traumhochschulen (Reach): die besten Universitäten der USA. Je nach Interessen, Hintergrund und verbleibender Zeit bis zum Bewerbungsdeadline kann diese Zahl leicht variieren. Dies ist der risikoreichste, aber auch lohnendste Teil eures Bewerbungsportfolios.
  • 3–7 Wunschhochschulen (Match): renommierte Universitäten in Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden, Belgien, Italien und Spanien. Diese sind zwar etwas weniger selektiv, aber nach wie vor akademisch anspruchsvoll und angesehen – Hochschulen, an denen ihr euch eine Zukunft vorstellen könntet.
  • 2–3 Sicherheitshochschulen (Safety): vorzugsweise in den genannten Ländern, besonders in den Niederlanden. Im Idealfall sind auch die Sicherheitshochschulen qualitativ hochwertig, aber die Zulassung gilt als weitgehend gesichert. Wir empfehlen ausdrücklich, keine Hochschulen mit sehr niedrigen Zulassungsvoraussetzungen nur der Sicherheit halber in die Liste aufzunehmen. Die Wahrscheinlichkeit, dass man dort kein erfüllendes Studium erlebt, ist hoch. Besser wäre es in einem solchen Fall, ein Gap Year einzulegen, die Noten und das außerschulische Profil zu verbessern und sich im nächsten Jahr erneut zu bewerben.
Wie stellt man eine ausgewogene Hochschulliste zusammen?
  1. Recherchiert Hochschulrankings und den Ruf der jeweiligen Universitäten. Abgesehen von den Top-US-Universitäten mit ihrem breiten Liberal-Arts-Ansatz empfehlen wir, vor allem die Fachbereichs-Rankings zu prüfen, anstatt sich allein auf das Gesamtranking zu verlassen. Wer beispielsweise Politikwissenschaften studieren möchte, wird feststellen, dass Hochschulen wie Sciences Po oder die London School of Economics (LSE) in manchen internationalen Gesamtrankings nicht vorne stehen. Betrachtet man jedoch das fachspezifische Ranking (z. B. für Politikwissenschaften), gehören diese Hochschulen zu den Top 5 weltweit – mit ausgezeichnetem Ruf in Wissenschaft und Wirtschaft.
  2. Recherchiert die Zulassungsvoraussetzungen für den gewünschten Studiengang und die jeweilige Universität, und schätzt eure individuellen Chancen realistisch ein. Bedenkt dabei, dass manche Kriterien euren persönlichen Fall begünstigen oder benachteiligen können. So legen Spitzen-US-Universitäten trotz ihres extrem hohen Wettbewerbs großen Wert auf außerschulische Aktivitäten, persönliche Stärken und Führungspotenzial – nicht nur auf akademische Auszeichnungen. Oxford und Cambridge hingegen bevorzugen eindeutig akademisch herausragende Bewerberinnen und Bewerber, etwa Gewinnerinnen und Gewinner nationaler oder internationaler Olympiaden.
  3. Verfeinert eure Liste, indem ihr die ausgewählten Hochschulen in die drei Kategorien einteilt. Auf Basis dieser Kategorien erstellt ihr eine vorläufige Bewerberliste und besprecht sie mit einem Mentor oder eurer Studienberatung. Haltet die Balance strategisch – das maximiert eure Zulassungschancen!
Ein paar Hinweise zu Rankings
Bevor ihr euch in die verschiedenen Rankings vertieft, lohnt es sich, deren jeweilige Methodik zu verstehen und zu hinterfragen, was hinter den Zahlen steckt. Ein guter Einstieg ist dieser Artikel von QS.Den Ruf einer Hochschule könnt ihr auch daran messen, wie häufig sie in renommierten Fachpublikationen und Büchern erwähnt wird, wie weit ihre Forschung reicht und wie angesehen ihre Professorinnen und Professoren sind. Besonders aufschlussreich ist es, mit Berufstätigen zu sprechen, die in einem Bereich arbeiten, der euch interessiert – sie wissen aus der Praxis, welche Abschlüsse von Arbeitgebern wirklich geschätzt werden. Noch besser: sprecht direkt mit aktuellen Studierenden oder Absolventinnen und Absolventen, die euch einen frischen und authentischen Eindruck des Studienlebens vermitteln können.Schließlich gibt es auch unkonventionellere Rankings wie College Niche, die weitere Aspekte des Campuslebens berücksichtigen, die über vier Studienjahre hinweg wichtig sein können – auch diese lohnt sich zu beachten. 

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